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Fischerinsel

Wasserlandschaft an der Fischerinsel

Im oberen Abschnitt des Kanals – entlang der Fischerinsel bis zur Gertraudenbrücke – soll der Flusslauf in einen natürlicheren Zustand versetzt werden.

Im oberen Abschnitt des Kanals – entlang der Fischerinsel bis zur Gertraudenbrücke – soll der

Flusslauf in einen natürlicheren Zustand versetzt werden. Durch den Einbau des Pflanzenfilters flussabwärts am Auswärtigen Amt sinkt die Strömungsgeschwindigkeit auf wenige Zentimeter pro Sekunde. Im Vergleich zu der als Schifffahrtsroute kanalisierten Hauptspree mit ihrer höheren Fließgeschwindigkeit entsteht hier ein sehr ruhiger Bereich, der eher mit einem Altarm als mit einem Fließgewässer vergleichbar ist. Entsprechend können entlang der Fischerinsel am nördlichen Ufer Teile der Kanalmauer entfernt werden, um so eine natürlichere, d.h. weiche Uferböschung und Flusslandschaft entstehen zu lassen.  Damit würde dieser besondere Bereich innerhalb der über Kilometer kanalisierten Innenstadtspree zu einer Art „Rastplatz“ für Tiere wie Libellen, Vögel und Fische. Auch Wasser- und Uferpflanzen könnten hier wachsen. Solche verbindenden Ruhezonen werden in der Ökologie als „Stepping Stones“ (Trittsteine) bezeichnet. Sie unterstützen die Migration bzw. Ausbreitung von Flora und Fauna und sind deshalb für die Wiederherstellung des ökologischen Gleichgewichts der Spree von besonderem Wert.  Die hier entstehende Wasserlandschaft böte eine besondere Möglichkeit für die Menschen in der Stadt, den Fluss mit allen Sinnen zu erfassen.