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Bin baden - Wir steigen zweimal in denselben Fluss

Im Magazin "Der Tag" vom Hessischen Rundfunk erzäht Jan Edler über das Berliner Projekt

"Wer sich bei dieser Hitze nicht am oder im Wasser befindet, dem ist nicht zu helfen. Tatsächlich gehen immer mehr Menschen zwischen Seattle und Shanghai in den Flüssen baden. Inzwischen werden einst mit Quecksilber verseuchte Flüsse zu glasklaren Freudenquellen der Wasserfreunde. Warf man früher Leichen in den Landwehrkanal, wird heute an der Spree an neuen Schwimmbad-Konzepten gearbeitet. Der Fluss wird zurückerobert, weil Flusswasser weit mehr als nur zum Waschen da ist. Es ist ein Lebensgefühl, Kult, Karma und Philosophie. Schon Heraklit machte mit seinem berühmten panta rei, alles fließt, darauf aufmerksam, dass alles noch so fest gefügt und unveränderlich Erscheinende sich im ständigen Fluss befindet. Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen, sagte er. Von wegen, meint "Der Tag" und geht heute mit Ihnen baden. Für das Hintergrundmagazin "Der Tag" in hr2-kultur spricht Uwe Westphal auch mit Jan Edler."

Anzuhören ist der Beitrag als Potcast hier.