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Historische Karten des Zentrums

Spree und Spreekanal im Laufe der Jahrhunderte

Die Spree war schon immer Lebensader Berlins. Die Stadt wurde an ihr gegründet und hat sich mit ihr verändert. Und die Stadt änderte auch sie und ihre Seitenarme - so wie es gesellschaftlich und wirtschaftlich von Nutzen war. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Cölln und Berlin entstanden mit der Spreeinsel. Die Doppelstadt verband sich über die Hauptspree und deren Nebenarme. Sie bildeten natürliche Grenzen und Barrieren - über Jahrhunderte hinweg. Der Strom war Transportweg und militärischer Schutzwall. Er sorgte für Energiegewinnung und half der Hygiene. Heute ist seine Funktion auf Hochwasserschutz und Schifffahrt optimiert. Und man sieht in seiner Wasseroberfläche Stadtbilder, die sich im Laufe der Zeit und mit ihren Funktionen verändern.

Da Berlin sehr spät zur Festung ausgebaut wurde, konnte die Spree mit ihrem Hauptseitenarm, den heutigen Spreekanal, lange Zeit in relativ natürlicher Form bestehen bleiben. Erst ab Mitte des 17. Jahrhunderts fand der Ausbau statt, in dessen Zuge inbesondere auch die Gewässer stark verformt und eingefasst wurden.

Mit dem Schleifen der Festungsanlagen wurden die Oberflächengewässer wieder städtisch genutzt: das beste Beispiel ist die Trasse der Stadtbahn, die auf dem Areal des östlichen Festungsgrabens gebaut wurde.