Asset Publisher
Zurück

Zürich - Frauenbadi

Zürich - Frauenbadi

Auf der Limmat flussabwärts treiben und danach auf dem Holzdeck oder der Wiese die Wasserperlen von der Sonne verdunsten lassen, gehört für die Stadtbevölkerung in Zürich ganz selbstverständlich zum gelungenen Stadtsommer.

Seit bald 200 Jahren wissen die EinwohnerInnen und Gäste die Flussbäder zu schätzen. Die Limmat führt quer von der Altstadt durch das Zentrum zum ehemaligen Industriequartier und weiter bis zum Stadtrand. Dementsprechend unterschiedlich sind auch die fünf Flussbäder: historisch, urban oder naturnah. Und wenn abends die Sonne untergeht, erstrahlt manches Bad in neuem Licht und dient als Tanzfläche, Open-Air-Kino oder Bühne. Für das urbane Zürich sind die Flussbäder mehr als eine Badeanstalt – die „Badis“ sind wertvolle Oasen mitten in der Stadt.

Bis 1837 war in Zürich das öffentliche Baden für Frauen verboten. Nach Wegfall des Verbots richtete die Stadt im gleichen Jahr am Stadthausquai ein "Badhaus für Frauenzimmer" ein. Da es damals in vielen Häusern Zürichs noch kein fliessendes Wasser gab, war das Frauenbad zunächst nur zur Körperpflege gedacht und nicht als Schwimmbad. 1888 wurde das Bad in der bis heute bestehenden Form im damals modernen Jugendstil erneuert. Es handelt sich seitdem um einen kastenförmigen hölzernen Gebäudekomplex, der auf der Limmat schwimmt und am Ufer festgemacht ist. Das Bauwerk ist von einer Kuppel gekrönt und hat vier Ecktürmchen. Seit Ende des Zweiten Weltkriegs gibt es im Frauenbad auch einen Kiosk, der kleine Speisen anbietet. 1997 wurde zusätzlich ein abendlicher Barbetrieb gestattet, zu dem auch Männer Zutritt haben. Und: es ist neben dem Badi Unterer Letten, Badi Oberer Letten, dem Seebad Enge und dem Utoquai nicht das einzige Bad inmitten der Stadt.

http://www.stadt-zuerich.ch/ssd/de/index/sport.html