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Steinerne Schönheit an der Spree

Im Artikel von Verena Mayer in der SZ über die Museumsinsel als Reiseziel eräwhnt sie auch das Flussbad in spe.

"Dort, wo die Spree grünbraun und reißend wird, stehen an einem verhangenen Sonntag im Juli ein paar Dutzend Frauen und Männer in Badesachen, manche tragen Schwimmbrille und Neoprenanzüge. Das Wasser ist kalt und dreckig, Baden verboten. Doch die Leute wollen hier durch die brackige Spree treiben, vorbei an den Museen, an Dom und Stadtschloss. Das ist zwar nur eine Symbolveranstaltung, nämlich der "1. Berliner Flussbad-Pokal". Doch wenn es nach den Organisatoren geht, einer Gruppe junger Künstler und Architekten, soll man hier irgendwann tatsächlich schwimmen können, im Flussbad Berlin. 750 Meter lang, mit zwei Freitreppen, einem Steg am Wasser entlang und einer Filteranlage. Im Sommer zum Baden, zum Schlittschuhlaufen im Winter, das Land Berlin und der Bund fördern die Entwicklung mit vier Millionen Euro. Das Flussbad könnte eines Tages die Wasserstelle zur Insel sein. Tim Edler ist Architekt und hat sich das ausgedacht. Wenn man mit ihm und den anderen Initiatoren den Kanalarm entlanggeht, muss man an Baustellen, Verkehr und Unmengen von Touristen vorbei. Am Wasser, wo an diesem einen Sommersonntag Schwimmer vorbeitreiben dürfen, ist es fast idyllisch. Kleine Ausbuchtungen, darauf Enten und Schilf, die Spree schimmert grünlich in der Sonne. Wobei es Edler und den anderen nicht nur ums Baden geht. Sondern auch darum, was man unter Kultur versteht. Dass nämlich nicht nur Museen und historische Gebäude zugänglich und für alle da sein sollen. Sondern auch das Wasser."

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