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Testfilter filtert erstmals extrem verunreinigtes Wasser

Seit Betriebsbeginn im Mai 2018 filtert die Testanlage im Wesentlichen sauberes Wasser der Spree. Jetzt ist erstmals durch Kanalisationsüberläufe extrem verunreinigtes Flusswasser durch die Anlage geflossen.

In der Nacht vom 11. auf den 12. Juli 2018 sind extreme Regenwassermengen gefallen, die die Berliner Kanalisation an mehreren Stellen zum Überlaufen brachten. Die durch die Berliner Wasserbetriebe überwachten, das Projekt beeinflussenden Einlaufstellen oberhalb des Spreekanals lieferten zwischen 23:00 Uhr und 16:00 Uhr des Folgetages regelmäßige Statusmeldungen. Doch während das Spreewasser sichtbar und riechbar verschmutzt war, zeigte sich im Frischwasserbehälter, in dem derzeit das gefilterte Wasser aus Muschelreaktor und Filter Zwei (Blähton) einfloss, zumindest optisch keine Verunreinigung.

Der Mast ist aufgerichtet, die Flussbad Fahne weht. Foto: Martin Henseler, Flussbad Berlin 2018

Während der Überläufe und insgesamt 72 Stunden haben wir kontinuierlich Wasserproben aus dem Kanal UND aus den Filterbecken entnommen, diese werden zurzeit im Labor untersucht. Wir werden in den kommenden Tagen die Laborergebnisse erhalten und hier nachtragen.

Mit dem Aufstellen des Masts und dem Hissen der Flussbad Fahne ist der Testfilter nun auch in seinem finalen Ausbauzustand.

Probenehmer zum automatischen Entnehmen von Gewässerproben aus dem Kanal bzw. den Filterbecken, Foto: cc Kai Dolata, Flussbad Berlin e.V.