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Gesellschaft und Kultur

Sauberes Wasser ist ein hohes gesellschaftliches Gut und verträgt sich wunderbar mit dem kulturellen Erbe im Zentrum Berlins.

Der Bereich des gereinigten Wassers erstreckt sich von der Schlossbrücke entlang des Weltkulturerbes Museumsinsel, bis zum Bode-Museum. Dieser städtische Bereich wurde im 19. und 20. Jahrhundert  – und wird auch heute noch – in besonderer Weise zur Darstellung zentraler gesellschaftlicher Werte und Themen und gesellschaftlicher Identität genutzt. Er hat eine starke repräsentative Prägung und besitzt eine außerordentlich starke symbolische Aufladung, die ihren baulichen Ausdruck im Schloss, dem Lustgarten und den Bauten der Museumsinsel findet.

Schwimmer vor dem Lustgarten und Berliner Dom während des 2. Berliner Flussbad Pokals 2016, Foto: cc Axel Schmidt

Die Ansiedlung des Flussbad Projekts an genau diesem Ort ist mit einer großen Chance verbunden, denn dadurch besteht die Möglichkeit, eine Reihe zentraler neuer Themen und Werte, die von dem Projekt transportiert und heute von einem breiten gesellschaftlichen Konsens getragen werden, hier ebenfalls zu präsentieren. Diese mit dem Projekt beförderten Themen und Werte, z.B. der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen, der Dialog zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen, Teilhabe, die Verbindung, Wertschätzung und das unmittelbare Erfahrbar-Machen unterschiedlicher Zeitschichten der Stadt, sowie das Erleben einer nachhaltigen Stadt, erfahren dadurch Anerkennung. Indem die historische Mitte, die von der Darstellung traditioneller Werte geprägt ist, in die Suche nach der zukünftigen Stadt und Gesellschaft einbezogen wird, wird die Relevanz des Ortes und der hier repräsentierten kulturellen Werte verstetigt und das gegenwärtige Nutzungsangebot erweitert. Speziell die Herstellung von Zugangsmöglichkeiten zum Wasser erhöht die Qualität und die Attraktivität der existierenden, den Kanal begleitenden öffentlichen Räume über die ganze Länge des Projektgebiets. Die nichtkommerzielle und naturorientierte Nutzung des öffentlichen Raumes ermöglicht allen Menschen die Teilhabe daran.