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Das Projekt Flussbad Berlin

„Flussbad Berlin“ ist ein Stadtentwicklungsprojekt zur Reaktivierung des seit über 100 Jahren weitgehend ungenutzten Spreekanals im Herzen des historischen Berlins. Das Projekt gliedert den Spreekanal in drei Abschnitte unterschiedlicher Nutzung, Atmosphäre und Funktion.

Naturnaher Flusslauf

Isometrie des Bereichs des renaturierten Flussarms, cc realities:united 2015

Der an der Fischerinsel gelegene Kanalabschnitt soll, ähnlich einem Altarm, zu einer ökologischen Regenerationszone umgestaltet werden. Die uferbegleitenden Flachwasserzonen sollen Lebens- und Reproduktionsräume für Flora und Fauna schaffen. Dies ist ein Beitrag zur Verbesserung des ökologischen Zustands des Gewässers, der europäischen Zielsetzungen entspricht. Durch punktuelle Entfernungen der Kanalmauer sollen begrünte Bereiche mit flachen Uferböschungen entstehen, die als historisches Fenster die im Boden verborgene Stadtmauer Berlins freilegen. Ein neuer Steg auf Wasserniveau lädt zur Erkundung des Kanals ein.

Natürlicher Wasserfilter

Isometrie des Natürlichen Wasserfilters an der Friedrichsgracht, cc realities:united 2015

Zwischen Gertraudenbrücke und Auswärtigem Amt soll ein ökologischer Pflanzenfilter das hindurchfließende Spreewasser reinigen, welches im Wesentlichen durch gelegentliche Einleitungen aus der Mischwasserkanalisation verunreinigt wird. Das Wasser strömt auf einer Länge von etwa 400 Metern durch eine mit Wasserpflanzen bestandene Kiesschicht. In dieser Passage findet eine mikrobiologische Reinigung statt, so dass anschließend gefahrlos im Wasser geschwommen werden kann. Dieser kontinuierliche Prozess wird allein von der Schwerkraft angetrieben, denn das gefilterte Wasser fließt in den circa eineinhalb Meter tiefer liegenden Schwimmbereich.

Schwimmbereich

Isometrie an der Museumsinsel, cc realities:united, 2015

Entlang der Museumsinsel soll sich ein 835 Meter langer Kanalabschnitt mit sauberem Flusswasser erstrecken, dies entspricht einer Wasserfläche von 23.700 m2. Diese bisher weitgehend ungenutzte Fläche soll als natürliche Ressource inmitten der Stadt über großzügige Freitreppen, z.B. am Lustgarten oder am Humboldt Forum, zugänglich gemacht werden. Ein neuer öffentlicher Raum lädt zur Begegnung, zum Verweilen oder zum Schwimmen im sauberen Wasser in die Stadtmitte ein. Die alltägliche und sinnliche Erfahrung erlaubt eine neue Perspektive auf die historische Stadt und schafft eine neue Ebene der Nutzung, Wahrnehmung und Bedeutung für die zunehmend repräsentativ geprägte historische Mitte. So wird die kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung und Attraktivität gesteigert und nachhaltig gesichert.