5. Mit-Schwimm-Demo 2026

5. Mit-Schwimm-Demo 2026
Ihr habt die Wahl! Bahn frei fürs Flussbaden in der Spree.

Die fünfte Mit-Schwimm-Demo bildete einen wunderbaren Abschluss der Saison 2026. Am Tag der Wahlen zum 20. Berliner Abgeordnetenhaus haben über 250 schwimmende und 400 Demonstrierende an Land für eine zukunftsorientierte & lebenswerte Stadtentwicklung in Zeiten des Klimawandelsund für einen verstärkten Einsatz für eine ökologische Gewässerpolitik geworben.

Bei der erfrischendsten Wahlparty Berlins (18,5°C Wassertemperatur bei einem herrlichen Mix aus Sonne und Wolken) gaben die Teilnehmer:innen dem zukünftigen Abgeordnetenhaus einen eindeutigen Arbeitsauftrag: Sie schwammen für die Abschaffung des pauschalen Berliner Badeverbots und die Durchsetzung des im Wassergesetz festgeschriebenen Grundrechts auf Fluss (Gemeingebrauchsrecht). Außerdem forderten sie die Realisierung der Pilotbadestelle im Spreekanal, welche nach einem umfassenden Bürgerbeteiligungsverfahren bereits durch den Senat und Bezirk im integrierten Stadtentwicklungskonzept für die Berliner Mitte (ISEK) festgeschrieben und im dazugehörigen Finanzierungsplan eingeplant wurde.

Bei den Kundgebungen der vier früheren Mit-Schwimm-Demos des Jahres hatten viele Politiker:innen das Wort. Am Wahltag wahren ausschließlich Menschen eingeladen zu sprechen, die sich auf ganz unterschiedliche Art und Weise für ein lebenswertes Berlin einsetzen:

Einleitend sang die Musikerin Barbara Morgenstern mit Chor und dem dafür komponierten Song „Flussbad Berlin“ in Erinnerung, dass die Spree eine wichtige Zeitzeugin und Entwicklungshelferin Berlins sei.

Mit einem Grußwort lies die zweifache Schwimm-Olympiasiegerin und dreifache Weltmeisterin Britta Steffen aus Berlin ausrichten, dass Berlin „den Mut haben solle, die vorhandenen Möglichkeiten zu nutzen und den Weg für das Schwimmen in der Spree zu öffnen“.

Der Stadtplanungs- und Beteiligungsexperte Andreas Krüger (Belius Stiftung) würdigte die besondere Kraft und Bedeutung von Entwicklungsinitiativen wie dem Fluss Bad Berlin, „die sich außerhalb jeglicher politischer, Verwaltungs- und Wirtschaftslogik selber etabliert haben“. Die auf nachhaltiges Bauen spezialisierte Architektin Lina Lahiri (Partnerin bei Sauerbruch Hutton), wünschte sich, dass das Wasser selbstverständlicher Teil der nutzbaren städtischen Infrastruktur werden sollte, und beschwor das Potenzial der Gewässer, eine unmittelbare Bindung der Menschen zu ihrer Stadt aufzubauen. Und Daniel-Jan Girl vom Global Goals für Berlin e.V. (Expo 2035) erinnerte daran, dass die natürlichen Gewässer essentielle Lebensgrundlage für unser aller Leben darstellten, und deren Nutzungsmöglichkeit wie bei der Luft zum Atmen ganz selbstverständlich und natürlich gewährt werden müssten.

Wir danken allen Sprecher:innen und Unterstützer:innen, den vielen ehrenamtlichen Helfer:innen, ohne die die Durchführung der Demos nicht möglich wäre. Ein besonderer Dank gilt dem wechselnden Team an Fotograf:innen, und den Mitarbeiter:innen der Berliner Polizei für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Wir sehen uns nächstes Jahr wieder in der Spree - hoffentlich an der Pilotbadestelle. Ansonsten bei den nächsten Mitschwimmdemos!


Die Organisation der Mit-Schwimm-Demos kostet neben unzähligen ehrenamtlichen Arbeitsstunden leider auch viel Geld. Wenn ihr könnt, helft uns bitte mit einer Spende.

📣 Sprecherinnen (A-Z):
Tim Edler & Mania Lohrengel (Swimmable Cities & Flussbad Berlin e.V.)
Daniel-Jan Girl (Expo 2035/ Global Goals für Berlin e.V.)
Lina Lahiri (Sauerbruch Hutton Architekten, Partnerin)
Andreas Krüger (Belius Stiftung, Initiative Stadt Neudenken, ZKB - Zusammenkunft, Modulor, Fluss Bad Botschafter)
Barbara Morgenstern und Chor (Künstlerin)
Britta Steffen (Grussbotschaft | Schwimm-Olympiasiegerin, Welt- und Europameisterin, Coach)

 

 

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